Naturhistorische Landessammlungen

Die Geologische Sammlung

Die Geologische Sammlung

Die Geologische Sammlung umfasst heute mehr als 25.000 Gesteine, Minerale und Fossilien. Bestaunen kann man einen Teil der Objekte in den verschiedenen Ausstellungsbereichen des Müritzeums. Aber auch im Museumsgarten sind einzelne bemerkenswerte geologische Objekte zu sehen.

Fossilien, Gesteine und Mineralien
Die im 19. Jahrhundert mit Mineralen und Fossilien begründete Sammlung enthält zahlreiche Belege von A. v. Maltzan (Peckatel), H. v. Maltzan (Federow), G. A. Koch (Sülze), F. E. Koch (Güstrow), C. Struck (Waren) und Baron K. v. Nettelbladt (Rostock).

Der Sammlungszuwachs in der Geologischen Sammlung dauerte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts an. Im 2. Weltkrieg kam es zum Verlust von Sammlungsstücken wie zum Beispiel Bernsteinen, Fossilien, Walresten sowie Belegstücken vom Mammut.

Ein besonderer paläontologischer Fund gelang C. Hainmüller 1940. Bei seiner Sammeltätigkeit an einem paläontologisch wichtigen Fundort fand er eine bis dahin unbekannte fossile Wanze. Sie erhielt zu Ehren des Sammlers den Namen Liasocoris hainmülleri.

Sternberger Kuchen © Sammlungsfotografen/Müritzeum
Kartoffelstein © Frank Seemann/Müritzeum

Trotz fehlender Magazinräume und Betreuung durch Fachwissenschaftler konnte der Bestand der Sammlung von 1969–1979 stetig erweitert werden. 1969 erhielt das Museum die Sammlung A. Haude (Meißen), eine 4.500 Exponate umfassende Gesteins-, Mineralien- und Fossiliensammlung. Im Jahr 1976 erfolgte die Übernahme der Sammlungen Chr. Wendt (Schwerin) und des Heimatforschers und Konservators W. Karbe (Neustrelitz). Besonders wertvoll ist die Fossilien- und Gesteinssammlung, die 1979 an das Museum übergeben wurde. Der Neubrandenburger Privatgelehrte E. Boll trug sie im 19. Jahrhundert zusammen. Sie umfasst tausende geologische Einzelobjekte aus den Bereichen der Paläontologie, Petrografie und Mineralogie. Originaletiketten und handschriftliche Überlieferungen E. Bolls erhöhen den wissenschaftshistorischen Wert dieser Sammlung.

Der neueste Zugang ist eine umfangreiche Geschiebesammlung von Herrn Dr. A. Buchholz (Stralsund) mit über 4.000 Belegen aus Mecklenburg-Vorpommern. Durch seine intensive Sammeltätigkeit in den letzten 50 Jahren konnte er mit 65 beschriebenen Holotypen aus dem Kambrium und Ordovizium einen beispiellosen Wissensstand schaffen.

Backenzahn eines Mammuts © Frank Seemann/Müritzeum
Orthoceras © Frank Seemann/Müritzeum
In der Ausstellung © Mirko Runge/Müritzeum
Foto: Die Sammlungsfotografen/Müritzeum

Botanische Sammlung

Die Pflanzensammlung umfasst Farne, Blütenpflanzen, Moose, Algen, Pilze, aber auch Sondersammlungen wie Samen oder Holzproben.

Foto: Sammlungsfotografen/Müritzeum gGmbH

Zoologische Sammlung

Verbleib von besonders historischer naturwissenschaftlicher Sammlungen aus Mecklenburg–Vorpommern 

Foto: Die Sammlungsfotografen/Müritzeum

Bibliothek/Archiv

Eine umfangreiche naturwissenschaftliche Fachbibliothek entstand seit 1866 als Teil der naturhistorischen Landessammlungen.

BesucherInfos

Foto: Mirko Runge/Müritzeum

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