Die Natur als Künstlerin: Neue Sonderausstellung im Müritzeum

Wie lässt sich Natur festhalten? Als wissenschaftlicher Beleg, als Zeichnung oder als Fotografie? Genau dieser Vielfalt widmet sich die neue Sonderausstellung „Von Kunst & Natur – Sammlung trifft Atelier“ vom 26. März bis zum 29. November 2026 im Müritzeum. Sie zeigt, wie unterschiedlich Menschen die Natur dokumentieren und darstellen.

Die Ausstellung verbindet zwei Perspektiven: Auf der einen Seite stehen ausgewählte, kunstvolle Objekte aus den Naturhistorischen Landessammlungen des Müritzeums, die über den gesamten Ausstellungszeitraum zu sehen sind. Sie dokumentieren die Natur wissenschaftlich und bewahren sie als Zeugnisse ihrer Zeit. Auf der anderen Seite präsentieren drei Künstlerinnen und Künstler ihre Werke in wechselnden Ausstellungen und zeigen so ihre ganz eigenen künstlerischen Zugänge zur Natur. So entsteht ein spannender Dialog zwischen Natur(wissenschaft) und Kunst, zwischen dokumentarischem Blick und künstlerischer Interpretation. Beide Zugänge verbindet das gleiche Ziel: die Schönheit, Vielfalt und Faszination der Natur sichtbar zu machen.

„Als ob Kunst nicht auch Natur wäre und Natur Kunst!“
Dieses Zitat des Dichters Christian Morgenstern bringt die Idee der Ausstellung auf den Punkt. Die Natur gilt jeher als große Inspirationsquelle für Kunstschaffende. Gleichzeitig dient sie der Wissenschaft als Gegenstand der Beobachtung, Dokumentation und Sammlung.

Im ersten Teil des Ausstellungsraumes ist eine Auswahl an literarischen und naturkundlichen Belegen mit einem biologischen Hintergrund aus den Naturhistorischen Landessammlungen des Müritzeums zu sehen. Hinter den ausgestellten Objekten verbergen sich Geschichten, die verbunden mit Informationen zu Persönlichkeiten und naturwissenschaftlichen Hintergründen in der neuen Sonderausstellung erzählt werden.

Im zweiten Teil des Ausstellungsraumes stehen wechselnde künstlerische Positionen im Mittelpunkt. Drei Künstlerinnen und Künstler präsentieren dort jeweils über mehrere Wochen ihre Arbeiten mit Naturbezug und zeigen, wie unterschiedlich Natur wahrgenommen und dargestellt werden kann.
Den Auftakt macht Ralf Wilhelm Schmidt, dessen detailreiche Bleistiftzeichnungen vom 26. März bis 14. Juni gezeigt werden. Der Künstler aus Brandenburg widmet sich seit vielen Jahren intensiv der Naturbeobachtung und überträgt Tiere und Pflanzen mit feinen, präzisen Linien auf Papier.
Vom 18. Juni bis 6. September folgen großformatige Acrylgemälde von Daniela Friederike Lüers. Die Künstlerin, die an der Müritz lebt und arbeitet, stellt Naturmotive in kraftvollen Farben und dynamischen Kompositionen dar. Inspiration findet sie unter anderem in der Landschaft Mecklenburgs und ihren Tierbeobachtungen.
Den Abschluss der Reihe bildet Gregor Philipps, dessen Werke vom 10. September bis 29. November zu sehen sind. Der Berliner Künstler arbeitet u. a. mit kameraloser Fotografie. Dabei werden Pflanzen oder andere Naturobjekte direkt auf das Fotopapier übertragen und erzeugen außergewöhnliche, detailreiche Bildkompositionen. Neben der analogen Fotografie fängt Gregor Philipps außerdem als Reisefotograf auf der ganzen Welt einzigartige Naturmomente mit seiner Digitalkamera ein.

Mit der Sonderausstellung lädt das Müritzeum Besucherinnen und Besucher dazu ein, Natur aus verschiedenen Blickwinkeln zu entdecken –
als wissenschaftliches Objekt, als Inspirationsquelle und als künstlerisches Motiv.

Sonderausstellung:

  • „Von Kunst & Natur – Sammlung trifft Atelier“
  • 26. März – 29. November 2026
  • Müritzeum, Waren (Müritz)

Pressekontakt:

Claudia Siatkowski
Marketing
E-Mail: marketing@mueritzeum.de

Müritzeum gGmbH
Zur Steinmole 1
17192 Waren (Müritz)
Telefon (03991)633 68-23
Fax (03991) 633 68-10
www.mueritzeum.de

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