Steinbeißer

lat. Bezeichnung: Cobitis taenia (L.)

Artbeschreibung:
Der Körper des Steibeißers ist langgestreckt und seitlich stark zusammengedrückt. Der Kopf hat eine starke Wölbung auf der Schnauzenoberseite. Unter jedem Auge liegt ein aufrichtbarer Dorn. Das kleine Maul trägt sechs kurze Barteln.

Lebensraum und Lebensweise:
Als kleiner Grundfisch ist der Steinbeißer in klaren, fließenden Gewässern und im Uferbereich stehender Gewässer mit sandigem Boden, in ganz Europa und Sibirien verbreitet. Tagsüber ist er meist im Sand eingegraben, nachts auf Nahrungssuche unterwegs. Der Laich wird portionsweise auf Pflanzen, Wurzeln oder Kies geklebt. Durch Gewässerausbau und Verschmutzung sind bewohnbare Lebensräume für diese Art selten geworden.

Nahrung: Bodentiere, Pflanzenreste

Laichzeit: April - Juni

Größe: 6 – max. 13 cm

Andere Namen:
Dorngrundel, Sandschmerle, Steinschmerle, Steinpicker, Sandwringe

Verwechslungen:
Verwechslungen sind mit Schlammpeitzger und Schmerle möglich!

Unterschiede:
Der Steinbeißer hat eine unvollständige Seitenlinie und dunkle Flecken als Längsreihe an den Flanken.

Schon gewusst:
Der Steinbeißer trägt seinen Namen deshalb, weil er ständig feinen Sand in das Maul nimmt und nach Nahrung durchkaut. Über die Kiemenspalten gibt er den Sand wieder ab. Der Name Steinbeißer ist auch als Speisefisch sehr geläufig, jedoch wird diese Bezeichnung hier nur als Handelsname für eine andere, weit größere und gefährlichere Salzwasserfischart genutzt, nämlich dem Seewolf. Seewölfe haben ein großes, gefährliches Gebiss und kommen auf Grund ihres furchterregenden Aussehens stets ohne Kopf in den Handel.