Silberkarpfen

lat. Bezeichnung: Hypophthalmichthys molitrix (Valenciennes)

Artbeschreibung:
Ähnlich wie beim Marmorkarpfen liegen die Augen beim Silberkarpfen sehr weit unten am Kopf. Die Maulspalte ist oberständig und groß, der Darm außerordentlich lang. Die Körperfarbe ist silbergrau und nicht so intensiv marmoriert wie beim Marmorkarpfen.

Lebensraum und Lebensweise:
Der Silberkarpfen ist eine Art, die aus den Einzugsgebieten Amur und Südchina stammt und 1968 aus der ehemaligen UdSSR in den Osten Deutschlands eingeführt wurde. In seiner Heimat wandert der Silberkarpfen zum Laichen flussaufwärts und legt die Eier auf Sandbänken ins Freiwasser ab. Das wirtschaftliche Interesse begründet sich auf der Tatsache, dass er schwebende Algen frisst und sehr schnellwüchsig ist. Eine natürliche Reproduktion ist wie beim Marmorkarpfen auf Grund zu geringer Durchschnittstemperaturen in Mecklenburg/Vorpommern ausgeschlossen.

Nahrung: Kleines Plankton (schwebende Algen)

Laichzeit: April - Mai

Größe: 40 - 60 cm, max. 1 m

Verwechslungen:
Eine Verwechslung mit dem Marmorkarpfen ist leicht möglich!

Unterschiede:
Der Körper ist langgestreckter und heller gefärbt als beim Marmorkarpfen, der Bauchkiel zieht sich über die gesamte Bauchkante. Die Brustflossen reichen im Unterschied zum Marmorkarpfen nicht bis hinter die Basis der Bauchflossen.

Schon gewusst:
Silberkarpfen ernähren sich von kleinsten Algen, die sie mit in sich verwachsenen Kiemenreusendornen wie ein Sieb aus dem Wasser filtern können. Bei dem Versuch einen Silberkarpfen zu fangen, können diese im Sommer bis zu zwei Meter hoch aus dem Wasser springen.