Schlammpeitzger

lat. Bezeichnung: Misgurnus fossilis (L.)

Artbeschreibung:
Der Körper des Schlammpeitzgers ist langgestreckt und drehrund mit einer schleimigen Haut und sehr kleinen Schuppen. Sechs Bartfäden befinden sich am Oberkiefer, vier Bartfäden am Unterkiefer. Die Seitenlinie ist nur im Ansatz oder gar nicht sichtbar. Die Körperfärbung wird von abwechselnd gelblichen und dunkelbraunen Längsstreifen dominiert, die parallel zwischen Kopf- und Schwanzansatz verlaufen.

Lebensraum und Lebensweise:
Als nachtaktiver Grundfisch ist der Schlammpeitzger in stehenden und langsam fließenden Gewässern mit schlammigem Boden und Pflanzenwuchs in Mittel- und Osteuropa verbreitet. Bis zu 60% seines Sauerstoffbedarfs kann mit Hautatmung gedeckt werden. Starken Sauerstoffmangel kann er durch Luftschnappen (Darmatmung) und Austrocknung des Wohngewässers bis zu einem Jahr im Schlamm vergraben überstehen. Der Laich wird an Pflanzen geklebt.

Nahrung: Kleintiere, Muscheln, Schnecken

Laichzeit: April - Juli

Größe: 15 – max. 30 cm

Andere Namen:
Wetterfisch, Mistgöger, Moor-Grundel, Pfuhlfisch, Bißgurre, Pintzger

Verwechslungen:
Junge Schlammpeitzger können mit Schmerle oder Steinbeißer verwechselt werden!

Unterschiede:
Die Anzahl der Bartfäden (10 Stück beim Schlammpeitzger) ist ein Unterscheidungsmerkmal. Der Schlammpeitzger hat außerdem dunkelbraune Längsstreifen.

Schon gewusst:
Der Schlammpeitzger wird auch als Wetterfisch bezeichnet, weil er kurz vor einem Wetterumschwung häufig zur Wasseroberfläche emporsteigt, um nach Luft zu schnappen.