Karpfen

lat. Bezeichnung: Cyprinus carpio (L.)

Artbeschreibung:
Karpfen sind Zuchtformen des Wildkarpfens, welcher in Südosteuropa und Mittelasien beheimatet ist. Der Karpfen ist die durch menschliche Züchtung am stärksten beeinflusste Fischart. In Mitteleuropa von Mönchen schon im Mittelalter zur Haltung in Teichwirtschaften eingeführt und gezüchtet. Gestalt und Beschuppung sind beim Karpfen sehr variabel. Es werden hinsichtlich ihrer Beschuppung folgende Zuchtformen unterschieden: Spiegelkarpfen (schuppenarme, häufigste Form), Schuppenkarpfen, Zeilkarpfen, Nacktkarpfen/Lederkarpfen.

Lebensraum und Lebensweise:
Heute ist der Karpfen wichtigster Wirtschaftsfisch in Teichen, auch in natürlichen Gewässern. Er ist ein wärmeliebender, bodenorientiert lebender Bewohner stehender und langsam fließender Gewässer. Karpfen sind Allesfresser, sie durchwühlen mit ihrem Rüsselmaul weichgründiges Bodensubstrat. Eine Vermehrung erfolgt unter unseren klimatischen Bedingungen im wesentlichen künstlich in Warmwasseranlagen. Nur in sehr warmen Frühsommern, bei Wassertemperaturen über 20°C, laichen Karpfen an flachen, pflanzenreichen Ufern.

Nahrung: Kleintiere, Pflanzen

Laichzeit: Mai - Juli

Größe: 30 cm – max. 1 m

Andere Namen:
Karp, Karpf,

Verwechslungen:
Schppenkarpfen können mit der Karausche oder dem Giebel verwechselt werden!

Unterschiede:
Schuppenkarpfen haben vier Barteln am Oberkiefer und ein rüsselartig vorstülpbares Maul.

Schon gewusst:
Im Gegensatz zu den Zuchtformen ist die Stammform des Karpfens langgestreckt und nur wenig seitlich abgeflacht. Die bekannten Koikarpfen sind übrigens auch Zuchtformen des Karpfens, aber mit besonderen Farbgebungen.