Edelkrebs

lat. Bezeichnung: Astacus astacus (L.)

Artbeschreibung:
Der Körper des Edelkrebses ist dunkelbraun bis olivbraun, die Beine und Gelenke sind rötlich gefärbt. Sie haben kräftige Scheren mit roten Scherenunterseiten, Männchen mit wesentlich größeren Scheren als die Weibchen. Edelkrebse können bei günstigen Bedingungen recht groß werden. Die Art hatte für die menschlichen Ernährung vormals enorme wirtschaftliche Bedeutung. Der Schlupf der Larven ist ca. Mitte Juni.

Lebensraum und Lebensweise:
Früher waren Edelkrebse häufig in fast allen Gewässern Mittel- und Osteuropas, bevorzugt in kleinen Bächen. Da Edelkrebse nachtaktiv sind, verstecken sie sich tagsüber unter überhängenden Ufern, in Wurzelhöhlen oder in selbstgegrabenen Unterschlüpfen. Als ursprünglich heimische Krebsart in Deutschland, wurde er um 1880 in unserem Raum nahezu vollständig durch die Krebspest (eine Fadenpilzkrankheit) ausgerottet. Heute existieren nur noch seltene Restbestände in isolierten Gewässern.

Nahrung: Kleintiere, pflanzliche Reste

Schlupf der Larven: ca. Mai

Begattung und Eiablage: September – Dezember

Größe: 15 – max. 25 cm

Andere Namen:
Deutscher Edelkrebs, Flusskrebs,

Verwechslungen:
Verwechslungen sind mit dem Sumpfkrebs, dem Signalkrebs (in Mecklenburg/Vorpommern nicht vorhanden) und dem Amerikanischen Flusskrebs möglich!

Unterschiede:
Der Sumpfkrebs hat heller gefärbte, gelbliche Scherenunterseiten und lang ausgezogene, in den Innenseiten fast gerade Scheren. Siegnalkrebse haben weiße Scherengelenke, welche eine Signalwirkung erzielen. Amerikanische Flusskrebse sind an rotbraunen Flecken und Querbinden auf den Hinterleibssegmenten zu erkennen.

Schon gewusst:
Edelkrebse sind normalerweise braun gefärbt. Hin und wieder gibt es aber auch blaue Exemplare.