Aal

lat. Bezeichnung: Anguilla anguilla (L.)

Artbeschreibung:
Der schlangenförmige Aal besitzt keine Bauchflossen. Ein langer Flossensaum vereint Rücken- Schwanz- und Afterflosse. Die Haut des Aals ist sehr schleimig und besitzt sehr kleine Schuppen.

Lebensraum und Lebensweise:
Als nachtaktiver Bodenfisch lebt der Aal in fast allen Gewässern Nord- und Mitteleuropas. Zur Fortpflanzung wandern die geschlechtsreifen Tiere (katadrome Wanderung) nach 5 - 18 Jahren Leben im Süßwasser in die Sargassosee (Atlantik). Die weidenblattförmigen Larven wandern mit dem Golfstrom an die europäischen Küsten, kommen dort als "Glasaale" an und wandern als "Steigaale" die Flüsse hinauf. Durch wasserbauliche Maßnahmen und Verschmutzung wurde zur Erhaltung der Aalbestände künstlicher Besatz notwendig.

Nahrung: Bodentiere, Fische, Frösche u.a.

Laichzeit: Frühjahr und Sommer

Größe: Weibchen bis 1,5 m, Männchen bis 0,5 m

Andere Namen:
Flussaal, Silberaal, Treibaal, Blankaal (abwandernde Exemplare), Glasaal, Steigaal (Namen der Jungaale), Breitkopf, Breitmaul, Spitzkopf, Gelbaal, Fressaal

Verwechslungen:
Bei oberflächlicher Betrachtung können Aale mit der Quappe verwechselt werden!

Unterschiede:
Quappen haben einen typischen Kinnbartfaden. Der Aal ist langgestreckter und nicht marmoriert.

Schon gewusst:
Um sich in der Sargassosee (Atlantik) fortpflanzen zu können, muss ein Aal aus deutschen Gewässern etwa 6000 Km zurücklegen bis er dort angekommen ist. Während der Wanderung nimmt er keine Nahrung mehr zu sich. Das ist eine sensationelle Leistung! Bekannt ist der Aal auch durch seine enorme Zählebigkeit.