Landeskulturanalyse auf der Landeskulturkonferenz vorgestellt

griechische säulenBildungsminister Tesch stellt gesamte Breite des kulturellen Schaffens von Mecklenburg-Vorpommern vor. Das Müritzeum als Leuchtturm des Bundeslandes beteiligte sich an der Bestandsaufnahme.

Die aktuelle Kulturanalyse für Mecklenburg-Vorpommern war eines der wesentlichen Themen der Landeskulturkonferenz 2010, zu der Kultusminister Henry Tesch Vertreter aller Träger kultureller Einrichtungen des Landes in das Bibelzentrum Barth einlud.

"Anliegen der Kulturanalyse ist es, die ganze Breite der kulturellen Aktivitäten und deren Vielfalt zu erfassen und so das Engagement all derer deutlich zu machen, die sich haupt,- neben- und in großem Maße ehrenamtlich für die verschiedensten kulturellen und künstlerischen Belange in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen," so Kultusminister Henry Tesch, der die zweite Kulturanalyse des Landes Mecklenburg-Vorpommern maßgeblich unterstützt hatte. Von Herbst 2009 bis Mai 2010 waren alle kulturellen Initiativen und Einrichtungen eingeladen, sich an dieser Kulturanalyse für den Erfassungszeitraum des Jahres 2008 zu beteiligen. Eine erste Kulturanalyse wurde im Jahr 2004 erhoben.

"Mecklenburg-Vorpommern kann sich mit Fug und Recht Kulturland nennen", so das Resümee von Kultusminister Tesch. "Gleichzeitig zeigt das Datenmaterial, dass unsere Kulturpolitik auf dem richtigen Weg ist."

Die Kulturanalyse zeigt die Bestandsaufnahme von knapp 1.500 kulturellen Einrichtungen im Lande, die Betrachtung ihrer Angebote, ihre Zielgruppen und ihre regionale Verteilung, die finanzielle Ausstattung und Mitarbeiterstruktur sowie ihre gesellschaftlichen Verknüpfungen. So macht die Kulturanalyse deutlich, dass z.B.

Die Kulturanalyse belegt auch, dass 66% aller kulturellen Initiativen mit ihrer Gesamtsituation sehr zufrieden sind. Weitere 27% sind zufrieden. Minister Tesch: "Das macht deutlich, dass die Kulturarbeit den Akteuren Freude, Zufriedenheit und Anerkennung bringt. Durch diese hohe Identifikation mit ihrer Aufgabe tragen sie zu einer positiven Außenwirkung bei."

Im Vergleich zur  ersten Kulturanalyse 2004 wurde vor allem deutlich, dass sich seither z.B. kulturelle Einrichtungen zu Veranstaltungszentren vielfältiger Art entwickelt haben. So laden Museen oder auch Bibliotheken neben Ausstellungen und Lesungen zu Konzerten und Filmen oder zu Diskussionsveranstaltungen ein. Diese breitere Aufstellung ist eine Reaktion auf die Notwendigkeit, effizienter  Personal und Finanzen einzusetzen. Außerdem tritt seit 2004 die Kultursparte als Wirtschaftsfaktor deutlicher hervor.

Die rund 100 Teilnehmer der Landeskulturkonferenz diskutieren nach der Vorstellung der neuen Kulturanalyse - sozusagen als weiterführende Antwort auf das vorliegende Datenmaterial - das Thema Qualität der Kulturarbeit, wobei Aspekte der Qualitätssicherung, des Qualitätsmanagements und Qualität als Bedingung der Kultur- und Kreativwirtschaft  erörtert werden.

Wie die Pressestelle des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur mitteilte, ist für das Jahr 2012 eine Neuauflage der Kulturanalyse Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen. Hier lesen Sie die gesamte Kulturanalyse 2008.