Geopark-Forum im Müritzeum

Geopark Mecklenburgische EiszeitlandschaftDer Geopark ist als Nationaler und Europäischer Geopark zertifiziert. Er ist einer der 57 UNESCO-Geoparks und wirbt damit seit Jahren weltweit für unser Land. Aber trotz solcher Erfolge ist es bis heute nicht gelungen, ein stabiles Management einzurichten. Das stellt nicht nur den Status als Nationaler, Europäischer und UNESCO-Geopark in Frage, sondern auch den Fortbestand des Geoparks selbst.

Mit dem Ziel das Netzwerk und dessen Koordination weiterzuentwickeln, fand am 16. April im Müritzeum das Geopark-Forum statt.   

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat einen Geopark, genauer gesagt einen Eiszeitgeopark, den Geopark "Mecklenburgische Eiszeitlandschaft". Er entstand im Jahr 2002 aus dem gemeinsamen Interesse unterschiedlichster Akteure - Vereine, Behörden, Kommunen, Unternehmen, Bürger - an der besseren Erschließung des geologischen Erbes der Eiszeit für die Entwicklung der Mecklenburgischen Seenplatte.

Warum ein Geopark? Weil die Eiszeit unsere Landschaft in einzigartiger Weise geprägt hat. Weil sie der Teil unserer (Vor-)Geschichte ist, auf deren Grundlagen sich unsere Kulturlandschaft und unsere Kultur entwickelt haben. Weil sie die Rohstoffe lieferte für Großsteingräber und Feldsteinkirchen, für Backsteingotik und Waldglas, für Herrenhäuser und Pflasterstraßen.

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Kind der Eiszeit und die Eiszeit deshalb Teil unserer Identität. Vieles hat sich seit dem Beginn getan: Ein die fast 5.000 km² große Geopark-Region umspannendes Netzwerk von Aktionszentren macht heute die Eiszeit aus verschiedenen Blickwinkeln und für Jedermann erlebbar. Das unterstützt den Tourismus und bietet neue Möglichkeiten für Beschäftigung.

Wir können stolz darauf sein, über einen von weltweit nur 57 UNESCO-Geoparks zu verfügen, der auch Mitglied des Europäischen Geopark-Netzwerkes und als Nationaler GeoPark zertifiziert ist. Diese Netzwerke bieten viele Möglichkeiten, unsere Region zu entwickeln und unser Land international noch bekannter zu machen. Einige davon haben wir schon genutzt, andere liegen schon zu lange brach. Die Anerkennung durch die UNESCO war kein Automatismus, sondern das Ergebnis gemeinsamer, harter Anstrengungen. Die sind heute nötiger denn je, denn: Wir laufen Gefahr, sie zu verlieren!

Ein Geopark ist kein Schutzgebiet und hat keine gesetzliche Grundlage. Er beruht allein auf der freiwilligen Kooperation der Partner. Das macht das Mittun so einfach und die nötige Koordination manchmal so schwierig. Dazu braucht es Ressourcen, die bisher mit gelegentlichen Förderungen und viel ehrenamtlichem Engagement bereitgestellt wurden. Aber kann man allein darauf eine UNESCO-Anerkennung gründen?

Diese Fragen soll das Geopark-Forum beantworten:

Die Akteure des Geoparks möchten dazu mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ins Gespräch kommen und über die Möglichkeiten und Probleme des Geoparks informieren.

Der Geowissenschaftliche Verein Neubrandenburg e.V. und das Müritzeum in Waren (Müritz) luden aus diesem Grund zu einem Geopark-Forum am 16. April 2009 in das Müritzeum ein.

Themen und Sprecher der Veranstaltung