Herzlich Willkommen in der Eiszeit!



Sie sind über das Einlesen des QR-Codes des Müritzeums auf die Informationsseiten des Eiszeitlehrpfades gelangt. Mit dieser Verlinkung möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, die Texte der Standorttafeln des Rundweges noch einmal nachzulesen und zusätzliche Informationen zu erhalten.
Darüber hinaus werden Ihnen Zusammenfassungen künftig auch in englischer Sprache zur Verfügung gestellt.

Unsere Landschaft ist ein Kind der Eiszeit, die vor etwa 2,6 Millionen Jahren begann. Mehrfach schoben sich große Eispanzer von Skandinavien kommend über den Norden Deutschlands und ebneten das Gelände. Ihr Schmelzwasser spülte weite Becken und tiefe Rinnen in den Untergrund, die den Ursprung unseres Gewässernetzes bildeten. Die typischen Elemente des eiszeitlichen Formenschatzes – Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal – sind im Nordosten Deutschlands in modellhafter Weise ausgeprägt und machen die Landschaft zu einem geologischen Lehrbuch für Jedermann.

Um dieses geologische Erbe für die regionale Entwicklung nutzbar zu machen, wurde im Juli 2002 der Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft ins Leben gerufen. Er umreißt mit rund 5 000 km² annähernd die Fläche des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Ein Netzwerk aus Findlingsgärten, Heimatstuben, Naturlehrpfaden und Ausstellungen entstand, die sich dem Erbe der Eiszeit widmeten. Neue touristische Angebote wurden mit der Eiszeitroute, einem 666 km umfassenden Radweg, verbunden. Mit dem Müritzeum Waren ist auch das größte NaturErlebnisZentrum der Region Teil der Geopark-Partnerschaft.

Waren (Müritz) liegt im Südwesten des Geoparks am Nordufer der Müritz, des größten Sees in Deutschland. Die Stadt hat dem Geopark weitere Bausteine hinzugefügt.
Aus einem 7,8 km langen Rundwanderweg wurde der Eiszeitlehrpfad Tiefwarensee, der Sie zu einer Reise durch unsere eisige Vergangenheit einlädt.

Eine Landschaft wie ein offenes Lehrbuch

Von den während des Eiszeitalters (2,6 Millionen Jahre - heute) nachgewiesenen drei großen Vereisungen hinterließ die jüngste, die Weichsel-Vereisung, die markantesten Spuren.
Dominierendes morphologisches Element ist die sich nördlich der Stadt von Nordwest nach Südost girlandenartig erstreckende Endmoräne des Pommerschen Stadiums dieser Vereisung. Der markante Höhenzug, der sich als Nördlicher Landrücken von Polen bis nach Schleswig-Holstein zieht, markiert die Lage des Eisrandes vor ca. 17.000 Jahren.
Ausgedehnte Sanderflächen, auf denen auch Waren (Müritz) gelegen ist, reichen vom Fuß der Endmoräne weit nach Süden. Sie bestehen aus den Sanden und Kiesen, die beim Abschmelzen des Eises aus dem Schmelzwasser abgelagert wurden.
Die zahlreichen Seen der Region sind durch die ausschürfende Tätigkeit des Eises, das Austauen von Toteisblöcken oder durch die Wirkung des Schmelzwassers entstanden.

Schmelzwasser spülte auch die Rinne des Tiefwarensees aus. Aber der See kann noch viel mehr über die Geschichte der Landschaft und der Stadt Waren (Müritz) erzählen. Haben Sie

Lust auf Entdeckungen?