Internationaler Besuch im Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft

Geowissenschaftlicher Verein Neubrandenburg e.V. präsentiert geologische Modellregion

Findling„Gletscher, Wasser, Mensch - Quartärer Landschaftswandel im peribaltischen Raum“ - So lautete der Titel der 35. Hauptversammlung der Deutschen Quartärvereinigung DEUQUA e.V., im Herbst 2010 in Greifswald abgehalten wurde. Ein zweitägiges Sitzungsprogramm mit ca. 70 Vorträgen, ergänzt von 7 Tagesexkursionen zog 180 Wissenschaftler und Hobbyforscher aus 16 Ländern in die alte Universitätsstadt. Im Mittelpunkt stand die Landschafts- und Klimaentwicklung der letzten 25 000 Jahre im Ostseeraum.

wissenschaftlerMitveranstalter war der Geowissenschaftliche Verein der Stadt Neubrandenburg e.V, für den Andreas Buddenbohm eine der Tagesexkursionen durch den Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft führte. Gemeinsam mit Fachkollegen stellte er den internationalen Teilnehmern besonders markante und wissenschaftlich bedeutsame eiszeitliche Bildungen vor, die den Geopark zu einer geologischen Modellregion von europäischem Rang machen. Der Rühlower Os, ein Wallberg mit einer markanten Osgrube (Rühlower Osauge), das Tollense-Tunneltal und die Blockpackungen im Hullerbusch bei Feldberg beeindruckten die Teilnehmer ebenso wie der Findlingsgarten Schwichtenberg, mit dem ein Aktionszentrum des Geoparks vorgestellt wurde. Neue Erkenntnisse zur nacheiszeitlichen Landschaftsentwicklung im Müritz-Nationalpark präsentierte Mathias Küster von der Universität Greifswald gemeinsam mit Nationalpark-Mitarbeiter Matthias Schwabe, der bei Serrahner auch über die Bewerbung um die Aufnahme in die UNESCO-Weltnaturerbeliste berichtete. Die reich illustrierten Exkursionsmaterialien sind unter dem Titel Eiszeitlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern bei Geozon Science Media erschienen.

Foto 2: Juliane Brandes, Güstrow