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Projektentwicklung Erlebniszentrum an der Müritz: Planung und Umsetzung des Müritzeums

Begleitheft und Ausstellungsführer

Begleitheft Museum Mehr über die Entstehung des Müritzeums und die Geschichte des Müritz Museums lesen Sie in unserem Begleitheft, dem Ausstellungsführer Natur erleben, sammeln und bewahren. Die Ausstellungen des Müritzeums, der Erlebnisgarten, die umfassende Naturkundliche Sammlung und unsere Funktion als Welcome Center werden auf über einhundert Seiten näher dargestellt. Daneben gibt es wertvolle Tips für Ausflüge in die Region Mecklenburgische Seenplatte.

Von der Idee zum NaturErlebnisZentrum

Die Mecklenburgische Seenplatte hat in den Jahren nach der politischen Wende an Attraktivität ständig zugenommen. Bis zum Jahre 2003 waren die Zuwachsraten ständig steigend. Die Region profitierte sowohl von der touristischen Attraktivität des ganzen Landes Mecklenburg-Vorpommern, als auch von ihrem eigenen Beitrag dazu.

Die Kombination unverbrauchter, großenteils geschützter Natur mit dem größten Binnensee Deutschlands einerseits und der ländlichen Kulturlandschaft mit seinen unzähligen Guts- und Herrenhäusern, mittelalterlichen Feldsteinkirchen und weitläufigen Gutsparks andererseits, traf den Nerv der reiselustigen Inlandbevölkerung. Das diese Entwicklung nicht ungebrochen andauern würde, war den Initiatoren des Projektes Müritzeum bewusst. Bereits 2004 war der Aufwärtstrend gebrochen und auch 2005 ist keine weitere Steigerung in Sicht.

Damit reiht sich die Region ein in den Kampf der Destinationen um die immer selektiver werdende Tourismuskundschaft. Längst ist die Frage: „wohin fahre ich in den Urlaub“ der Frage: „Was mache ich im Urlaub“ gewichen. Das bedeutet, die Infrastruktur am Urlaubsziel erhält immer mehr Gewicht. Vor diesem Hintergrund fand sich bereits im Frühjahr 2003 eine Interessensgemeinschaft mit folgendem Hintergrund zusammen:

  • Jost Reinhold von der gleichnamigen Stiftung und Herr Ulrich Meßner als Leiter des Müritz Nationalpark Amtes mit der Absicht ein Informationszentrum für den Müritz Nationalpark zu errichten.
  • Jürgen Seidel als Landrat mit der Absicht das erneuerungsbedürftige Müritz Museum mit dem Müritz Aquarium auf eine neue, attraktivere Basis zu stellen und damit absehbar vom Tropf der Subventionen zu lösen. Gleichwohl mit der aus einem europäischem Projekt hervorgegangenen Idee ein Welcome-Center für die Region zu schaffen.
  • Günter Rhein als Bürgermeister der Stadt Waren mit dem Schwerpunkt des Baues eines neuen großen Aquariums als Attraktion für seine Stadt am „kleinen Meer“
  • Manfred Achtenhagen, Medien- und Tourismusunternehmer mit der Absicht die touristische Infrastruktur qualitativ hochwertig zu stärken und das Destinationsmarketing auf die Schwerpunkte „Land der 1000 Seen und Nationalparkurlaub“ auszurichten.

Sechs Zielsetzungen wurden formuliert. Das Müritzeum soll:

  • Besucher für die Mecklenburgische Seenplatte begeistern, die Region, ihre Natur und Geschichte vorstellen, die touristischen Angebote für Urlauber darstellen und wirtschaftliche Perspektiven für die Zukunft aufzeigen,
  • Besucher auch außerhalb der Hauptsaison an die Region binden und die Mecklenburgische Seenplatte als Ganzjahresziel für den Tourismus fördern,
  • durch die Inhalte und die Angebote des Hauses ein breites Publikum ansprechen und die Besucherfrequenz konstant hoch halten,
  • mit einem breiten Spektrum von Gestaltungsmitteln und Themen und den großen Aquarien mit lebenden Tieren eine Erlebnislandschaft bieten, die emotional anspricht und informiert,
  • das Müritz-Museum mit seiner Sammlung in das Gesamtkonzept integrieren.
  • Schutzgebiete und Tourismus zusammenführen und mit dem „Nationalpark Urlaub“ eine neue touristische Marke begründen.

Am 12. Dezember 2003 wurde ein beschränkter, begrenzt offener Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem EWR offenen Bewerbungsverfahren zur Auswahl von 10 Teilnehmern für Architekten ausgeschrieben. Hierzu wurden unterschiedlichste Modelle und Entwürfe eingereicht. Es bewarben sich über 230 Büros aus dem europäischen Raum. Das berufene Preisgericht entschied sich für den Entwurf des schwedischen Architekturbüros Wingardh, Göteborg für den 1. Preis.

Die Ausstellungsplanung wurde durch ein umweltpädagogisches Konzept begleitet. Berücksichtigt wurde, dass die Entwicklung von Inhalten und Botschaften ein dynamischer Prozess ist. Bis zum Schluss wurde die Ausstellungsentwicklung kritisch bewertet, um das Ergebnis so optimal wie möglich zu gestalten. Für die Gestaltung des Themenbereiches Alltag und Tourismus ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband und den Akteuren der Region vorgesehen.

Die Idee, für den Shopbereich gemeinsam mit anderen Besucherzentren Marktforschung hinsichtlich qualitativ hochwertiger Angebote zu betreiben und neue Ideen zu entwickeln, soll forciert werden. Das Gebäude wurde vollständig barrierefrei hergerichtet.

Projektleitung und Projektplanung

Projektleitung: Manfred Achtenhagen, Ludorf, mehr

Ausstellungsplaner: Kessler & Co., Mülheim/Ruhr mehr

Architekt: Wingardh Arkitektkontor, Göteborg/Schweden mehr

Öffnungszeiten & Preise

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Täglich Mo.-So. 10-18 Uhr
Einlass bis 17 Uhr

Telefon (03991) 633 680

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