Ausstellungseröffnung im Müritzeum

Am Montag, 2. Februar 2009, wurde die erste Sonderaustellung des Jahres 2009 im „Haus der Sammlungen “ des Müritzeums eröffnet.

Interessante PräsentationDer Titel der Ausstellung „Der Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft “ lockte viele Besucher in das Müritzeum, unter ihnen der Bürgermeister der Stadt Waren (Müritz) Herr Günter Rhein, der stellvertretende Landrat des Müritz-Kreises, Herr Siegfried Roloff sowie der Leiter des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) in Mecklenburg – Vorpommern, Herr Dr. Harald Stegemann.

Als Gastredner hatten die Mitarbeiter des Müritzeums den Diplom-Geologen Herrn Klaus Granitzki aus Usadel gewinnen können, der als Initiator des Geoparks Mecklenburgische Eiszeitlandschaft gilt. Als ehemaliger Außenstellenleiter des Geologischen Dienstes beim LUNG in Neubrandenburg, weilte er 2001 auf einer Tagung der Geologischen Dienste der Länder in Hannover. Dort wurde Klaus Granitzki mit dem Thema Geopark erstmals konfrontiert. Warum sollte unsere eiszeitlich, nacheiszeitlich so modellhaft gestaltete Landschaft nicht auch das Potential für einen Geopark haben? Der Gedanke von der Bildung eines Geoparks in unserem Bundesland fand bald begeisterte  Mitstreiter, vor allem in den Mitgliedern des heutigen Trägers des Geopark-Projektes, dem  Geowissenschaftlichen Verein Neubrandenburg e.V..

AusstellungseröffnungDurch das Engagement der Vereinsmitglieder und vieler weiterer Geopark – Enthusiasten, konnte am 2. Juli 2002 auf den Hellbergen im Landkreis Mecklenburg – Strelitz der Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft mit einer Gesamtfläche von 4880 km² eröffnet werden. Durch den Geopark wird die besondere Naturraumausstattung  für die Öffentlichkeit transparenter. Es ergibt sich die Möglichkeit einer breiten geotouristischen Erschließung bei Berücksichtigung aller Umweltbelange und unter Einbeziehung der Geopark-Aktionszentren, deren Anzahl im Verlauf von fast 7 Jahren auf 11 angewachsen ist. Ausdruck der Wertschätzung der Arbeit des Nationalen Geoparks Mecklenburgische Eiszeitlandschaft ist die Aufnahme im Europäischen Geopark Netzwerk.

Ausstellung Von Beginn an gehörte das ehemalige Müritz-Museum und jetzige Müritzeum zu den Aktionszentren. Mit zahlreichen geologischen Veranstaltungen und Führungen versucht es, den Einheimischen und Gästen der Region die eiszeitliche Oberflächenformung nahe zu bringen und die Vielfalt der charakteristischen Landschaftselemente zu erklären. Das Müritzeum möchte mit dieser Ausstellung über Ziele und Inhalt des Geoparks informieren. Gleichzeitig werden die Aktionszentren vorgestellt. Den Besuchern soll die Möglichkeit gegeben werden, mehr über das ständig wachsende geotouristische Angebot innerhalb des Geoparks zu erfahren. Begleitveranstaltungen, wie Vorträge und spezielle Führungen, sind darüber hinaus geplant.

Geologischer GartenDie Vorbereitung und Durchführung der Sonderausstellung erfolgte vor allem in Zusammenarbeit mit dem Geowissenschaftlichen Verein Neubrandenburg e.V.. Ebenso möchte sich das Müritzeum bei allen anderen Mitstreitern, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben, ganz herzlich bedanken. Die Sonderausstellung ist bis zum 13. April 2009 im Müritzeum zu sehen. In der ständigen Ausstellung sind ebenfalls zahlreiche Exponate als Zeugen der Eiszeit zu sehen.