Wald - Baumriesen und Wipfelbewohner

Riesige Eichen, knorrige Kiefern,Fährten lesen im Müritzeum grazile Erlen – legen Sie den Kopf in den Nacken und machen Sie Bekanntschaft mit den Bäumen der Mecklenburgischen Seenplatte. Doch schauen Sie im Waldraum keineswegs nur zu den Wipfeln. Auch unter unseren Füßen tobt das Leben. Gehen Sie ruhig in die Knie, um Spuren zu lesen und zu erkennen, welche Tiere vor Ihnen den Pfad entlanggelaufen sind. Sogar ein Ameisenstaat öffnet sein Reich und zeigt, dass nicht nur der Mensch Freund der straffen Organisation ist. BekanntschaftIvenacker Eiche im Müritzeum machen Sie auch mit Baumeister Specht, der mit seinen leergezogenen Bruthöhlen Wohnraum für viele Tiere schafft. Nicht oft hat man die Möglichkeit, direkt in die Kinderstube dieses hübschen Vogels zu schauen. Und was ist erst nachts im Wald los? Begleiten Sie uns auf eine alles andere als stille Nachtwanderung.

Baumriesen mit biblischem Alter

Ivenacker Eiche im Müritzeum

Zur Zeit der Slawen erblickten im Wald des mecklenburgischen Ivenacks zarte Stieleichen das Licht der Welt. Und heute, 1.000 Jahre später, stehen sie immer noch da - als Riesen, die viele Wirren der Geschichte überdauert haben. 35 Meter ragt der älteste der hölzernen Giganten in die Höhe, misst dabei eine Breite von 3,50 Meter und zählt sogar bereits 1.200 Lenze.

Wer einmal vor den Ivenacker Eichen gestanden hat, weiß, wie es ist, sich klein zu fühlen. Eine täuschend echte Nachbildung des ältesten Vertreters dieser Naturdenkmäler steht im »Waldraum«. Im Inneren des Baumes erfahren wir auf Plattdeutsch interessante Details über Eichen.

Geschichte des Waldes in Mecklenburg-Vorpommern

Wie alt sind die Bäume in Mecklenburgs Wäldern? Was kann man aus Holz alles machen und wie viel Holz ist ein Kubikmeter? Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um die grünen Riesen erfahren Sie im »Waldraum«.

Unternehmen Sie einen Streifzug durch die Wälder der Mecklenburgischen Seenplatte und lernen Sie mehr über ihre Geschichte – von zarten Jungbäumen bis zu Rohstofflieferanten. Von jeher und bis heute ist Holz ein für Handwerk und Industrie unverzichtbarer Rohstoff. Schon früher verbrauchten Glashütten, Köhlereien, Teerschwelereien, Salinen und Bergwerke viel davon. Nachdem selbst strenge Gesetze den Raubbau nicht verhindern konnten, lenkte man die Forstwirtschaft im 19. Jahrhundert in geregelte Bahnen. Über die Nutzung und Übernutzung sowie nachhaltige Strategien können Sie im »Waldraum« mehr erfahren.

Staubfresser und natürliche Klimaanlage

Wenn bei einem Waldspaziergang über uns die Blätter rauschen, ringsum die Äste knacken und etwas tiefer ein Bächlein gurgelt, denken wir nicht unbedingt daran, dass der Wald für uns die Luft zum Atmen produziert. Etwa 58 Liter Sauerstoff erzeugt eine Buche in nur 10 Minuten. Eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass ein Mensch pro Stunde nur zirka 15 Liter verbraucht. In jedem Fall reicht das für mehr als einen Spaziergang. Der Wald verbraucht als natürliche Klimaanlage große Mengen an Kohlendioxid, die er in Sauerstoff umwandelt, schluckt Schall, filtert den Staub und spendet angenehme Kühle. Für unser Leben hat er damit eine große Bedeutung. Wie der Wald unser Leben lebenswert macht und warum er es sogar maßgeblich beeinflusst, erfahren Sie im »Waldraum«.

Mit der Taschenlampe in den dunklen Wald

Ein nächtlicher Marsch durch den NachtraumWald gehört eigentlich in jede gute Gruselgeschichte. Aus Angst, dass an diesen Geschichten doch etwas wahr sein könnte, haben viele dieses Abenteuer noch nie gewagt und sich damit um ein einzigartiges Erlebnis gebracht.

Was passiert wirklich, wenn sich Fuchs und Hase gute Nacht gesagt haben? Was hören wir, wenn man den Wald vor lauter Dunkelheit nicht sieht? Mit einer Taschenlampe machen wir uns auf den Weg. Wir werden Zeuge der »Wachablösung«, wenn sich die Tagtiere zur Ruhe begeben und die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere das Zepter übernehmen. Jetzt beginnt die Zeit von Igel, Waldkauz, Fledermaus und deren nachtschwärmenden Kollegen. Wenn sie auf Nahrungssuche gehen, herrscht hier ein anderer Ton. War da nicht doch ein Kobold? Die Fantasie folgt in der Dunkelheit eigenen Gesetzen. Auch das werden Sie sehen: Einen Raum zum Fürchten und Staunen.

Interaktiver 360°-Panoramablick in den Waldraum

360° Panorama Rundblick