Bockkäfersammlung im Müritzeum

KäferTrotz der besonderen Attraktivität dieser Käfergruppe hatte sich viele Jahre niemand gefunden, der den Sammlungsbestand des Museums auswertete und den Fachkollegen zur Kenntnis gab. Im Jahr 1967 veröffentlichte PROF. H. GÄBLER einen „Beitrag zur Cerambyciden - Fauna des NSG „Ostufer der Müritz“, in dem er auch auf relevante Funddaten der Museumssammlung zurückgriff, ohne sie jedoch in einer Gesamtdarstellung zu publizieren. Erst im Jahr 1980 erschien von LOTHAR SCHEMSCHAT im Zoologischen Rundbrief für den Bezirk Neubrandenburg eine Übersicht des vorhandenen Sammlungsbestandes. Zusammenfassend schrieb er: „Im Müritz-Museum Waren lassen sich 73 Bockkäferarten aus Mecklenburg nachweisen. Die Funde sind jedoch zumeist älteren Datums und stützen sich insbesondere auf die Sammlungen von ARNDT (voriges Jh.), HAINMÜLLER (gesammelt von 1921 bis 1946), NAEF (gesammelt von 1921 bis 1948) sowie von BORK (gesammelt von 1939 bis 60er Jahre).“

In den folgenden Jahren wurden die Daten der Warener Cerambycidenbelege dann insbesondere von HANS DIETER BRINGMANN im Rahmen verschiedener Publikationen ausgewertet. Im Jahr 2009 wurde es nun möglich, die Bockkäfersammlung bedeutend zu erweitern. Den Anstoß dazu gab WOLFGANG DÖRING (Stralsund), der dem Museum die Übernahme einer bedeutenden Sammlung aus Mecklenburg-Vorpommern ermöglichte. Es handelte sich um das Lebenswerk von HANS DIETER BRINGMANN, der als einer der besten Kenner der Bockkäferfauna Mecklenburg-Vorpommerns gilt. Neben zahlreichen Publikationen in den ENB sei besonders seine umfassende Arbeit über „Die Bockkäfer Mecklenburg – Vorpommerns“ im Archiv der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg von 1998 erwähnt, sowie die bereits 1993 veröffentlichte „Rote Liste der gefährdeten Bockkäfer Mecklenburg-Vorpommerns“...

Den vollständigen Artikel lesen Sie in den "Entomologischen Nachrichten und Berichten" von Prof. Bernhard Klausnitzer. Einblicke in die Naturhistorischen Landessammlungen erhalten Sie in den Ausstellungen im Müritzeum.