Die geologische Sammlung

Die geologische Sammlung umfasst heute mehr als 25.000 Gesteine, Minerale und Fossilien. Bestaunen kann man einen Teil der Objekte in den verschiedenen Ausstellungsbereichen des Müritzeums. Aber auch im Gartengelände sind einzelne bemerkenswerte geologische Objekte zu sehen.

Fossilien, Gesteine und Mineralien

Geologische Sammlung im Müritzeum: Sternberger KuchenDie im 19. Jahrhundert mit Mineralen und Fossilien begründete Sammlung enthält zahlreiche Belege von A. V. Maltzahn (Peckatel), H. V. Maltzahn (Federow), G. A. Koch (Sülze), F. E. Koch (Güstrow), C. Struck (Waren) und Baron K. V. Nettelbladt (Rostock).

Der Sammlungszuwachs in der geologischen Sammlung dauerte bis zum Beginn des 20. Jahrhundert an. Im 2. Weltkrieg kam es zum Verlust von Sammlungsstücken wie zum Beispiel Bernstein, Fossilien, Walresten sowie Belegstücken vom Mammut.

Ein besonderer paläontologischer Fund gelang C. Hainmüller nach 1946. Bei seiner Sammeltätigkeit an einem paläontologisch wichtigen Fundort fand er eine bis dahin unbekannte fossile Wasserwanze. Sie erhielt zu Ehren des Sammlers den Namen Liasocoris hainmülleri.

Trotz fehlender Magazinräume und Betreuung durch Fachwissenschaftler konnte der Bestand der Sammlung von 1969–1979 stetig erweitert werden. 1969 erhielt das Museum die Sammlung A. Haude (Meißen), eine 4.500 Exponate umfassende Gesteins-, Mineralien- und Fossiliensammlung. Im Jahr 1976 erfolgte die Übernahme der Sammlungen Chr. Wendt (Schwerin) und des Heimatforschers und Konservators W. Karbe (Neustrelitz). Besonders wertvoll ist die Fossilien- und Gesteinssammlung, die 1979 an das Museum übergeben wurde. Der Neubrandenburger Privatgelehrte E. Boll trug sie im 19. Jahrhundert zusammen. Sie umfasst tausende geologische Einzelobjekte aus den Bereichen der Paläontologie, Petrografie und Mineralogie. Originaletiketten und handschriftliche Überlieferungen E. Bolls erhöhen den wissenschaftshistorischen Wert dieser Sammlung.

Ihre Fragen zur Geologischen Sammlung und ihren Exponaten beantwortet Ihnen Andrea Günther gern am Telefon unter (03991) 63368-15 oder per E-Mail unter a.guenther@mueritzeum.de.