Sammlungen des Müritzeums

2016:   Ein Schatz, der Wissen schafft

150 Jahre Naturhistorische Sammlungen Mecklenburg-Vorpommern

Veranstaltungen, Sonderausstellung, Tagungen

Sammelleidenschaft im Namen der Wissenschaft

Schnecken aus der MolluskensammlungWenn Sie sich jedes einzelne Exponat der umfangreichen Sammlungen des Müritzeums ansehen würden, wären Sie am Ende wahrscheinlich um einiges schlauer, aber auch etwas erschöpft. Schließlich hätten Sie sich dann sage und schreibe 285.000 Ausstellungsstücke von der fossilen Wasserwanze bis zum Blauschwanz angesehen. So viele Objekte nämlich zählen die im Müritzeum aufbewahrten Naturhistorische Sammlungen von Mecklenburg-Vorpommern.

Eine Auswahl der Exponate können Sie in unserer  Dauerausstellung Natur im Sammlungsschrank im Haus der Sammlungen, dem historischen Museumsbau bestaunen oder auf Ihrem Rundgang durch die Ausstellungsräume im Neubau des Müritzeums entdecken.

Doch damit nicht genug: Sollten Sie nach der Besichtigung der Naturhistorischen Sammlung Lust auf mehr verspüren, können Sie sich im Anschluss eine unserer zahlreichen Sonderausstellungen ansehen. Mehrmals im Jahr zeigen wir Ihnen interessante Stücke aus der Sammlung im Rahmen von neuen Entdeckungen der Natur.

Eine wertvolle Datenbank der Natur

VogelsammlungMit Unterstützung des Landes, des Landkreises und vieler ehrenamtlicher Helfer wird die Naturhistorische Sammlung ständig erweitert und wissenschaftlich betreut. Dabei sind im Laufe der Jahre Sammelstücke aus unterschiedlichsten Quellen und Bereichen zusammengetragen worden. So beherbergt die Sammlung neben dem bedeutenden und umfangreichen Herbar, eine Geologische Sammlung mit Fossilien, Gesteinen und Mineralien, eine Insekten- und eine Vogelsammlung, eine Molluskensammlung mit Schnecken, Muscheln und anderen Weichtieren sowie eine Sammlung des berühmten Ornithologen und Naturschutzaktivisten Karl Bartels. Die Naturhistorische Sammlung übernimmt neben wichtigen Forschungs-, und Bildungsaufgaben die Präsentation und Ausstellung dieser Sammelstücke. Sie macht es möglich, dass die Exponate den Besuchern des Müritzeums zugänglich gemacht werden.

Ursprünge der Naturhistorischen Sammlung

Den Grundstock der Sammlung stiftete Rittergutsbesitzer Hermann Freiherr von Maltzan. Mit den ersten Exponaten konnte 1866 das Maltzan’sche Naturhistorische Museum für Mecklenburg, das Müritz-Museum gegründet werden. In den vergangenen 140 Jahren wuchs der Bestand an Umfang und Bedeutung. Wie keine andere Sammlung dokumentiert er mit vielen seltenen Belegen die Naturausstattung Mecklenburg-Vorpommerns.

Was Flora und Fauna verraten

Die Exponate der Sammlungen sind nicht nur hübsch anzusehen. Sie sollen uns auch wichtige Fragen beantworten: Wie beeinflusst der Klimawandel die Tier- und Pflanzenwelt? Unter welchen Bedingungen konnten sich gebietsfremde Tiere, wie beispielsweise die Wollhandkrabbe in Mecklenburg-Vorpommern, ausbreiten? Wie entstehen und entwickeln sich Arten? Naturkundliche Sammlungen sind als Archive der Natur- und Landschaftsgeschichte lebendiger als ihr Ruf, denn sie sind hochwertige Datenträger und ein erstrangiges Kulturgut.

Im Forscherkabinett des Müritzeums kann der Besucher selbst alle Werkzeuge und Daten zur Hand nehmen, um beispielsweise ein Schneckengehäuse oder ein geologisches Objekt zu bestimmen. Und er spürt am eigenen Leibe, was des Forsches Lust und Last ist: Man erfährt zwar viel, aber nie alles über ein Exponat.

Natur zwischen zwei Buchdeckeln

Naturhistorische Fachbibliothek Mecklenburg-VorpommernSchließlich gehören auch 16.000 Buchbände und 102 Zeitschriftenreihen zur Sammlung des Müritzeums, die in der umfangreichen Bibliothek beherbergt werden. Der Schwerpunkt liegt hier auf naturkundlicher Fachliteratur und Mecklenburgica. Das älteste Buch stammt aus dem Jahr 1588. Manch betagtes, sonst nicht zugängliches Exemplar ist in der digitalen wissenschaftlichen Spezialbibliothek verfügbar und kann hier bequem am Bildschirm gelesen werden.