Wie kommen die Fische aus dem Aquariumbecken wieder 'raus?

Coregonus widegreni (Malmgren), Coregonus lavaretus (L.) Das Maränenbecken im Müritzeum ist Deutschlands größtes Süßwasseraquarium für heimsche Fische. Was für die Besucher schön anzusehen ist, stellt die Aquariumexperten vor Herausforderungen: ein Teil der Population muß ab und zu ausgetauscht werden, um eine möglichst natürliche Durchmischung des Fischschwarms zu erreichen. Der Haken an der Sache: in einem 100.000-Liter-Aquarium mit einer Wassersäule von sieben Metern ist das Arbeiten mit Kescher und Netz gar nicht so einfach.

Wegen der hohen Gesamtfischmasse in diesem Aquariumbecken (bedingt durch das gute Wachstum der jüngeren Maränengeneration) und der Laichreife einiger Tiere ist ein Abfischen von einzelnen Tieren notwendig. Erst dann können kleinere Jungtiere wieder zugesetzt werden, da die Maränen ausreichend Platz benötigen. Damit die Fische sich weiter oben an der Oberfläche des Aquariums aufhalten, unterstützt ein Taucher im Becken die Aktion. Er kann den Schwarm ein wenig in die gewünscht Richtung lenken und so das Abfischen erleichtern.

Etwa 50 bis 60 Maränen des insgesamt ca. 500 Tiere umfassenden Schwarms werden bei einem solchen Vorgang gefangen. Einerseits stark laichreife Tiere und andererseits auch geschädigte Alttiere. Die laichreifen Tiere übernimmt ein Fischzuchtexperte aus der Müritzregion. Diese Tiere sollen wieder für Nachzuchtversuche verwandt werden. Einen 360°-Blick in einen Teil der Aquarienlandschaft im Müritzeum sehen Sie hier.