Ostseeschnäpel

lat. Bezeichnung: Coregonus maraena (Bloch), Coregonus lavaretus balticus (Thienemann)

Artbeschreibung:
Der Ostseeschnäpel und die Große Maräne zählten bisher zu einem Formenkreis, welcher infolge großer ökologischer Plastizität sowohl in der Ostsee als Wanderfisch als auch stationär in großen und kleinen Seen lebte. In fast jedem Gewässer hat sich eine eigene Lokalform entwickelt. Die Einteilung dieser Vielfalt in Arten ist umstritten. Der Ostseeschnäpel hat einen spindelförmigen, seitlich leicht abgeplatteten, silbrigen Körper. Zwischen Rücken- und Schwanzflosse sitzt eine kleine Fettflosse. Die Kopfspitze ist nasenförmig mit einem unterständigem Maul.

Lebensraum und Lebensweise:
Der Ostseeschnäpel ist ein Wanderfisch der in den Flussmündungsgebieten der Ostsee lebt. Zur Laichzeit zieht er in die Unterläufe der Flüsse, wo er in den Monaten November bis Dezember über Kies oder Muschelbänken ablaicht. Die Bestände werden durch künstlichen Besatz gestützt.

Nahrung: Plankton, Bodentiere

Laichzeit: Nov. – Dez.

Größe: 40 – max. 80 cm

Andere Namen:
Wandermaräne, Madümaräne, Schleischnäpel, Große Maräne

Verwechslungen:
Eine Unterscheidung der Unterarten, Rassen und lokalen Gruppen ist oft nicht möglich! Verwechslungen sind mit dem Nordseeschnäpel und der Großen Maräne besonders leicht möglich! Jungfische könne auch mit der Kleinen Maräne und der Tiefenmaräne verwechselt werden.

Unterschiede:
Wichtigstes Abgrenzungsmerkmal ist der Bau des Kiemenapparates.

Schon gewusst:
Ostseeschnäpel gehören zu den schmackhaftesten Speisefischen.