Anerkennung der Jury für Architekturkonzept Müritzeum

Treppenkonstruktion schwarzIm Vorwort des Preisgerichts zum Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern 2008 ist das Zitat von Christian Morgenstern aufgeführt: "Zeige mir, wie du baust, und ich sage dir, wer du bist!". Unter diesem Motto beteiligte sich auch das Müritzeum an dem Wettbewerb Landesbaupreis 2008 und erhielt für seine außergewöhnliche Architektur eine Anerkennung des Preisgerichts. Besonders die Verwendung von Holz als Fassadenmaterial wurde als bedeutend hervorgehoben: "Die Materialwahl aus abgeflammter Holzverschalung
deutet beim näheren Herantreten auf den nachhaltigen Umgang mit heimischen nachwachsenden Erzeugnissen hin und macht auf selbstverständliche Weise auf das Innere neugierig."

Die Einbindung des Müritzeums an die Landschaft wurde lobend erwähnt: "Es ergeben sich partielle räumliche Zusammenhänge, die sich besonders spannend beim Aufeinandertreffen des Aquariums mit dem Herrensee erweisen. Damit gelingt sowohl die Einbindung des Herrensees als auch die neue Begrüßung der historischen Altstadt". Das Müritzeum wird als Bindeglied zwischen der Seenplatte-Landschaft und der Kleinstadt Waren (Müritz) verstanden. Insbesondere die Vision des Architekten, in der das Gebäude aus dem Wasser herauswächst, sei gut umgesetzt worden, lobten die Juroren.

Gewinner und Preisträger Landesbaupreis 2008

Eine Jury, bestehend aus renommierten Fachpreisrichtern (Anke Schettler, Prof. Achim Laleik, Prof. Hans Günther Burkhardt, Peter Kingerske, Norbert Schumacher und Prof. Dr.-Ing. Carl Thümecke), Sachpreisrichtern (Ute Kühne, Irmtraud Kunkel und Rudolph Schlömann-Vagedes) sowie Stefan Tebroke und Andreas Eigendorf beurteilte und besichtigte insgesamt fünfundsechzig eingereichte Anträge. Die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern, die Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern und das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung haben die Preisrichter benannt.

Dr. Otto Ebnet (Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern), Joachim Brenncke (Präsident der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern) und Peter Otte (Präsident der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern) machten in Ihrem Grußwort zum Landesbaupreis 2008 die Wichtigkeit der Architektur im Bundesland deutlich. Die Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns ist ohne die architektonischen Meisterleistungen vergangener Jahrhunderte undenkbar. Bis heute gehört die Architektur unmittelbar zur Landeskultur.

2008 wurde der Landesbaupreis bereits zum sechsten Mal vergeben. Gewinner waren das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald (Kategorie über 500.000 €) und der Wiederaufbau der Dorfkirche in Barkow. Den Sonderpreis gab es für die Rügenbrücke in Stralsund. Vier Gebäude erhielte Belobigungen der Jury: Zisterzienserkloster in Zarrentin am Schaalsee, Haus Wellenreiter Kindertagesstätte und Wohngruppe in Wismar, das Pommersche Landesmuseum in Greifswald und das "Kinderhotel" des Seehotels am Neuklostersee.

Weitere Informationen zum Landesbaupreis 2008 erhalten Sie in der Broschüre, die vom Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg Vorpommern herausgegeben wurde. (PDF, ca. 6,5 MB)