International
Aktuelle Sonderausstellung im Müritzeum
Einzigartige Naturfotos der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst
Zauberhafte Aufnahmen der Ostseeküstenlandschaft
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Riesen auf 6 Beinen
Überdimensionale Insekten zu bestaunen - Kleine Tiere ganz groß
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Veranstaltungen
Donnerstags, 10 Uhr
MeeresBürger Führung - Spezialführung zum Thema Meer & Naturschutz
Haus der Sammlungen: Neuer Glanz für
altes Museum
Auf eine 140-jährige Geschichte blickt der schöne alte Bau im Park des MÜRITZEUMs zurück. Hinter raschelnden Rosskastanien erstrahlt er seit dem Juni 2006 in neuem Glanz. Mit Liebe zum Detail saniert, bietet er der umfangreichen Naturhistorischen Landessammlung von Mecklenburg-Vorpommern seither doppelt so viel Platz wie vorher und für die Forscher hervorragende Arbeitsbedingungen. Gegründet wurde das Museum im Jahre 1866 von Freiherr Hermann von Maltzan. Nach einigen Umzügen fand es 1929 seinen Platz endgültig in dem mit Wein berankten Backsteinbau am Rande der Warener Altstadt. Heute beherbergt er neben Forschungsräumen und einem umfangreichen Fundus an naturkundlichen Exponaten die faszinierende Dauerausstellung »Natur im Sammlungsschrank – Sammeln, Bewahren, Forschen für die Zukunft«.
Entstehungs-Geschichte des Müritzeums
Haus der 1000 Seen - Der Müritzeum-Neubau
Ein Blick genügt nicht. Das am 2. August 2007 eröffnete »Haus der 1.000 Seen« sieht mal aus wie ein uraltes Schiff, dann wieder wie ein schnittiges Ufo. Andere Betrachter entdecken auch ein Schiff. Auf elegante Weise verbindet die imposante Fassade aus verkohlten Lärchenbrettern archaische Natürlichkeit mit technischer Modernität.
Vielleicht reicht noch nicht einmal der zweite Blick, um die besondere Architektur zu erfassen, die bereits auf Außergewöhnliches im Inneren schließen lässt. Insgesamt 720 Kubikmeter Beton stecken allein in der 1.200 Quadratmeter großen und 60 Zentimeter dicken Betonplatte für den Boden. Die schrägen, um 60 Grad geneigten Wände wurden aus Sichtbeton gegossen. Eine eingekerbte Fassadentreppe auf der Westseite führt auf die 312 Quadratmeter große Holzterrasse mit einem herrlichen Blick auf die Müritz.
Verkleidet wurde das Haus mit angesengten Holzbohlen. Rund 20.000 laufende Meter waren dafür nötig. Mit dieser Idee griff die schwedische Architektin Gunilla Murnieks vom Büro Wingardh eine alte Tradition der Müritz-Region auf, nämlich die des Teerschwelens. Dem alten Waldgewerbe geht in der Region heute allerdings nur noch das Teerschwelergehöft Sparow nach. Hier wurde früher unter anderem Holzkohle für Glashütten oder Ziegeleien hergestellt.
Auf der Seite zum Herrensee scheint der Bau aus dem Wasser aufzutauchen. Hier steht das »Haus der tausend Seen« tatsächlich 70 Zentimeter im Wasser. Das ermöglicht im Untergeschoss einen Blick unter die Wasserlinie und verbindet die Aquarienlandschaft im Haus mit der realen Natur davor.
Architektonisches Highlight im Innern ist das über zwei Etagen reichende Becken mit 100.000 Litern Fassungsvermögen und der größten je in Europa gefertigte Scheibe. Dieses größte Aquarium für einheimische Süßwasserfische in Deutschland beherbergt einen 600-köpfigen Maränenschwarm. Ein Haus der Superlative eben – innen wie außen. Wie das Müritzeum sich in die Altstadt von Waren einfügt, sieht man sehr schön am Architekturmodell im Foyer des Müritzeums.
Architekt Gert Wingardh - Informationen zum Architekturbüro







